Gespräche sind die wichtigste Form des Gedächtnistrainings bei Demenz

Es gibt unendlich viele Listen mit Ideen zum Gedächtnistraining bei Demenz, aber immer und immer wieder wird die allerwichtigste Form vergessen.

Demenzgerechte Gespräche sind die allerbeste und wichtigste Form des Gedächtnistrainings bei Demenz, weil hierbei so vieles gleichzeitig trainiert werden kann und weil nur hierbei der an Demenz erkrankte Mensch sich nicht ständig so fühlt als müsse er Tests bestehen. Tests können integriert werden, aber sie sollten nie im Vordergrund stehen! Gespräche trainieren das Gedächtnis und tragen zu mehr Zufriedenheit und weniger herausforderndem Verhalten bei.

Gespräche mit an Demenz erkankten Menschen folgen oft nicht unseren bekannten Kommunikationsregeln, aber damit sind sie bei Weitem nicht zum Scheitern verdammt! Wir können lernen mit den „Regelverstößen“ umzugehen!

Es gibt kein Richtig oder Falsch in Gesprächen mit Menschen mit Demenz und das müssen wir lernen.

Zumindest für den dementiell Erkrankten gibt es kein Richtig oder Falsch. Für uns in gewisser Weise schon, obwohl der größte Fehler eigentlich „nur“ das nicht ins Gespräch kommen ist. Das heißt nicht mit dem Erkrankten sprechen ist der größte Fehler den wir machen können, für alle anderen Fehler können wir uns im Gespräch entschuldige, wie wir es auch im Austausch mit Sprachgesunden tun würden. Und mit der Zeit und etwas Hilfe kann jeder seine eigene passende Gesprächshaltung finden.

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